Bei all der Arbeit im heurigen Frühling habe ich das Erwachen des Gartens viel zu wenig bewusst miterlebt. Während die Narzissen, Hyazinthen, Tulpen, Kaiserkronen und alle die anderen Frühlingsblüher den endgültigen Sieg über den Winter verkündeten, war ich mit meinem persönlichen Frühlingsprojekt beschäftigt.
Nun endlich habe ich wieder die Ruhe für den täglichen Rundgang mit der Kamera durch den Garten, um jede Veränderung wahrzunehmen, jede neue Blüte zu begrüßen und über das Abblühen mancher Arten traurig zu sein.

An Üppigkeit nicht zu überbieten ist derzeit der kleine
"Wald" im rückwärtigen Teil des Gartens. Am obigen Foto in der Mitte zu sehen ist das sog. Waldbeet, rechts davon und nicht im Bild das Eibenbeet, das die Grundstücksgrenze bietet. Links noch zu sehen das Baumbeet, mit den drei alten Kiefern, die von Kletterrosen, Clematis und Efeu berankt werden.
Hier ein kleiner Blick nur ins Eibenbeet. Die Hosta Brim Cup musste ich leider in einen Topf verfrachten, da sie wie auch schon im letzten Jahr während des Austriebs so sehr von Schnecken angefressen wurde, dass sie Mühe mit dem Überleben hatte. Die Brunneras blühen immer noch, Athyrium niponicum "Metallicum" hat seine glänzenden Wedel schon entrollt.

Besonders gern mag ich derzeit die riesig gewachsenen Salomonssiegel, von denen sich viele Exemplare in den Beeten um die Bäume herum tummeln.

Rechts im sog. Baumbeet blühen noch ein paar wenige spätblühende Tulpen. Die Hauptblütezeit ist schon vorüber.

Da ich die wieder einmal die Verpackung nicht aufgehoben habe, kenne ich leider nicht den Namen dieser grün-weißen Tulpensorte die sich hier mit dem noch kleinen Perückenstrauch
Royal Purple vermählt.

Die Hostas haben zum Großteil schon ihre Blätter entfaltet, nur einige Sorten haben noch Spitzen, die gerade erst am Austreiben sind.

Nun umwandere ich das Waldbeet im Uhrzeigersinn, um einmal einen Blick auf das erst im Vorjahr angelegte Beet zu werfen.
Hier habe ich besonders viel Wert auf Blattschmuckstauden gelegt. Hier (von rechts nach links) zu sehen die Hosta Whirlwind, Heuchera micrantha Palace Purple, Brunnera macrophylla Jack Frost - der Name der linken Hosta fällt mir gerade nicht ein...

Zwischen verschiedenen selbstgezogenen Akeleien schiebt die Hosta
Sagae ihre kräftigen Blätter in die Höhe, dahinter eine Taglilie.

Der panaschierte Beinwell wird im Lauf der Monate sehr groß. Was zuviel ist, wird regelmäßig abgerissen und als Mulch auf den Tomatentöpfen verwendet. Auf diese Weise nimmt er nicht zu sehr überhand.

Auch in diesem Beet einige
Salomonssiegel, eine Mukdenia, viele Farne und immer wieder Hostas.

An der Spitze des Waldbeets sitzt eine Clematis, die an einem Seil entlang gerade ihren Weg in die alte Scheinzypresse an der hinteren Gartenecke findet. Um's "Eck" geht's wieder weiter mit einer Kombination aus Hosta und Heuchera.

Im Großen und Ganzen bin ich schon recht zufrieden damit, wie sich das Beet entwickelt. Auch wenn es hier und da noch einiges zu verbessern gibt.

Der Maiapfel
Podophyllum peltatum blüht zum ersten Mal.

Am rechten Bildrand schieben sich gerade die mächtigen Blätter der Hosta
Sum and Substance empor. Am Ende der Austriebsphase überragen ihre Blätter alle anderen Pflanzen in ihrer Umgebung.

Unter der Hosta gedeiht das
Geranium phaeum Samobor, das ich eigentlich wegen der schönen Blattmusterung gepflanzt habe. Derzeit aber kann man auch seine zarten, aber dunklen Blüten bewundern.

Einmal noch zwischen Waldbeet und Baumbeet durch, entgegengesetzt zum Ausgangspunkt gelangt man durch zwei Clematisbögen wieder aus dem Waldbereich heraus in den sonnigeren Gartenteil. Einmal noch umgeblickt kann ich mit einer gewissen Befriedigung feststellen, dass sich dieser Gartenteil langsam aber sicher in Richtung Dschungel verwandelt.