Dienstag, 7. August 2007

Grüne Lametta im neuen Beet

Heuer im März haben wir ja dieses grässliche-graue Stein"beet" an der Hauslänge entlang um gut zwei Drittel reduziert, um den Vorgarten somit etwas freundlicher und grüner zu gestalten.
So sah es noch Anfang März hier aus (Blick vom Hauseingang in Richtung Garten):

Jetzt sieht es hier so aus:

Leider kann man gar nicht so recht erkennen, was hier alles wächst, weil vorne in Richtung Hausaufgang zwei Stangenbohnen-Tipis aus Moniereisen stehen, die schon ganz mit "Blauhilde" und "Neckargold" zugewuchert sind - und daher "blickdicht".
Nach den beiden Stangenbohnen-Tipis folgen ein Roter Boskop, drei weiße Johannisbeersträucher Weiße Versailler, eine Quitte Cydora.
Zwei Chilis, die keinen anderen Platz mehr fanden, wachsen auch im neuen Beet - und es gefällt auch ihnen hier ausgesprochen gut. Sie sind viel höher als an anderen Standorten.
Und weil es einfach keine tomatenfreie Zone geben kann, steht an der Hauswand noch immer der Tomatentopf vom Vorjahr, heuer mit einer "Caspian Pink" und einer "Indischen Fleischtomate".
Als Abschluss des Beetes steht nochmals ein Stangenbohnen-Tipi.
Am Ende der gesamten Länge, bereits außerhalb des Beetes vor dem Zaunelement steht noch ein riesengroßer Topf mit einer Clematis und einer Kletterrose, die das Zaunelement zuwachsen und ihre Blüten auch oben drüber auf die andere Seite ergießen sollen.
Über den Weg hängt derzeit der weiße Sommerflieder viel tiefer als er soll. Er ist so mit Blütenrispen übersät, dass sich zwei Äste viel zu tief herunterneigen. Die werden wir wohl in den nächsten Tagen beschneiden müssen. Obwohl der Strauch das ja ganz gut macht: Ein Durchgang von 1,65 cm ist frei, somit komme ich ganz bequem durch ;)

Der Blick aus der anderen Richtung - vorher:


Und jetzt:


Das letzte Stangenbohnen-Tipi wird bewachsen mit der Stangenbohne "Metro Rouge". Laut Packung sollen die Hülsen ca. 60 cm lang werden. Die Messung der heutigen Ernte ergab eine Rekordlänge von 75 cm für eine (auf Österreichisch) Fisole (für DeutschländerInnen: "grüne Bohne"). Als Beilage zu Fisch oder Fleisch genügen locker sieben Fisolen pro Person - wir haben es ernsthaft getestet, nach sieben ist einfach Schluss.

Diese Stangenbohnen sind angeblich sehr wärmebedürftig, viel mehr als andere Sorten. Das heurige Frühlingswetter kam diesem Bedürfnis bestens entgegen. So konnten sich die "Metro Rouge" gut entwickeln und tragen unglaublich viel. Das ganze Tipi sieht aus wie ein überdimensionaler Weihnachtsbaum mit grünem Lametta.

Ich komme kaum mit dem Ernten nach - und mit dem Einfrieren. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Stangenbohnen so ertragreich sind. So konnte ich heute wieder knappe zwei Kilo nur von dieser Sorte ernten. Jetzt muss ich wohl neue Gerichte mit Fisolen ausprobieren. Denn immerhin hab ich ja auch noch die anderen beiden Sorten, die nicht schlecht tragen.

Jedenfalls freue ich mich jeden Tag darüber, dass wir diese anstrengende und nervige Umgestaltung vorgenommen haben - ich mag gar nicht mehr an die Arbeit denken! Es ist nicht nur nur schöner anzusehen jetzt, sondern ich habe auch noch mehr Platz für Gemüse und Obst gewonnen.

Kommentare:

Miyelo hat gesagt…

Sieht doch schon richtig gut grün aus! Ich versuche ja ebenfalls gerade den vernächlässigten Bereich direkt am Haus zu verschönern. Deine Stangenbohnentipis wären eine Alternative zu meinen "Schnittgutverwertungspyramiden" *lach*.
Herzliche Grüße
Elke

Wurzerl hat gesagt…

Grünes Lametta statt Steinplatten!
Ich liebe diese Vorher - Nachher - Demos und man kann wirklich sagen, bei Dir ist das ein Kontrast von 1000% zu Deinen Gunsten. Die Kandidatin hat 100 Punkte. Nur ein Bohnenrezept habe ich leider nicht für Dich, daß Du mit frischen Tomaten und Zwiebeln eine feine Soße dazu zaubern kannst, weißt Du bestimmt sowieso schon.
LG Wurzerl

Anonym hat gesagt…

Musst du diese Fisolen mit der Leiter ernten? Die sehen ja riesig hoch aus. Ist das eine Sorte von der Arche oder normal vom Bauhaus? Wenn nicht, schreie ich hiermit laut, bitte auch Samen davon haben will.

LG
Sabine K

Regina hat gesagt…

Tolle Tomaten,verrate mir bitte doch dein Geheimrezept für diese Pracht.Meine Tomaten wachsen auch auf der Terasse,haben aber die Braunfäule.Toll auch das Vorher-Nachher Foto,wirklich viel besser.
Herzliche Grüße
Regina

Margit hat gesagt…

Liebste Sabine, dein Wunsch ist ganz dick notiert!
Regina, ich habe absolut kein Geheimrezept für meine Tomaten. Sie werden im Frühling in halb Kompost/halb Erde gepflanzt, ein paar wenige Hornspäne und etwas Gesteinsmehl kommt dazu. Ab und zu mulche ich im Lauf des Gartenjahres die Kübel mit etwas Beinwellblättern und geb eine Handvoll Gesteinsmehl dazu. Das war's.
Ich glaube mein wirkliches "Geheimrezept" ist: Ich liebe meine Tomaten!
Liebe Grüße, Margit

Anonym hat gesagt…

Hallo Margit!

Wegen der Braunfäule habe ich deinen Tipp benutzt, die Blätter die befallen sind einfach wegzugeben. Das habe ich ja bisher noch nie gemacht gehabt. Und siehe an, wir haben fast September und noch leben sie alle. (Holz klopf) Sogar die, die im Garten stehen. Weil ich habe ja dieses Jahr auch welche, die ein bissi vor Regen geschützt sind. In Zukunft werde ich die Paradais nur noch in Trögen ziehen.

Hast du auch dieses Baueisen für die Bohnen verwendet? Hast du da genauere Fotos wie das ohne Bohnen ausgesehen hat? Ich hab für meine Bohnen nur diese Ringelstecken, die sind einfach zu kurz und fallen mir um. Im nächsten Jahr brauch ich da etwas gescheites.

LG
Sabine

Ute hat gesagt…

Liebe Margit, das ist ja eine tolle Ausbeute. Sind Bohnen so problemlos? Wenn ja, dann werde ich sie auch mal probieren. Und Tomaten in Töpfen scheinen auch ein Geheimtipp zu sein. Unsere Tomaten sind zwar blattmassenmäßig gigantisch, lassen aber mit reifen Früchten ziemlich auf sich warten. Vielleicht war der Pferdemist im Hochbeet doch etwas zu viel des Guten:-)

Margit hat gesagt…

Liebe Ute,
naja, das kommt drauf an. Die Spaghettibohnen "Metro Rouge" ist sehr kälteempfindlich und mag auch nicht allzuviel Regen. Beim Keimen ist sie zickig, wenn es nur mal kurz wieder kühler ist.
Als recht unempfindlich hat sich die Stangenbohne "Blauhilde" erwiesen. Die Stangenbohne "Neckargold" kann ich auch empfehlen, wächst auch gut und trägt viel und lang.
Wenn du Bohnen in einer etwas kühleren Ecke mit weniger Sonne ziehen willst, empfehlen sich Feuerbohnen, zB die Sorte "Preisgewinner", die ich sowohl als Fisole (frühzeitig gepflückt) als auch als Trockenbohne anbaue.
Von den Buschbohnen bin ich abgekommen, die brauchen viel mehr Platz und liefern auch nicht mehr Ertrag.
Ich mag es, wenn die Stangen- und Feuerbohnen in die Höhe ranken und die Bohnen aus dem Himmel lachen;-)
Deinen Tomaten noch einen langen, schönen Herbst! Meine brauchen dieses Jahr auch länger als sonst zum Reifen. War ja auch ein extrem langer und kühler Frühling.
Ganz liebe Grüße, Margit