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Montag, 18. März 2013

Die Qual der Wahl: Tomatenplanung 2013

Jedes Jahr kommt der Zeitpunkt, an dem ich die Entscheidung treffen muss, welche der vielen gesammelten Paradeisersorten in Töpfen, Kisterln und im Freiland wachsen dürfen. Die Lieblingssorten, die unbedingt immer dabei sein müssen, werden mehr. Die ertauschten und geschenkten Sorten auch. Der Garten wächst leider nicht mit. Das finde ich gemein. Und alle sehen so spannend aus: Verlockung in rot, braun, grün, gelb, orange, klein und groß, länglich und rund, gestreift, marmoriert ... 

Heuer hatte ich besonders viel Zeit, mir über die Sortenauswahl Gedanken zu machen, da ich fast ein Monat lang durch verschiedene Infekte völlig außer Gefecht gesetzt war. Mein Kopf hat in dieser Zeit Gartenplanung betrieben. Recht viel Anderes war nicht möglich.

Nun denn. 2013 werden folgende Tomatensorten im Wachsen und Werden-Garten zu finden sein:

Die Kisterl und Ampeln auf der Terrasse werden diese kleinwüchsigen Sorten beherbergen:
Minibel
Rosa Ampeltomate
Sweet Pea
Yellow Canary

Diese Auswahl hat sich seit vielen Jahren kaum verändert. Nur die Sweet Pea ist letztes Jahr neu dazugekommen: Sehr ähnlich der roten Johannsibeertomate, eventuell etwas süßer, dafür möglicherweise nicht ganz so robust. Das muss ich dieses Jahr aber nochmals testen.


 Blick in den Gemüsegarten, Sommer 2012

In den Gemüsegarten und in all die Töpfe rund um's Haus wandern folgende Sorten:
Anna Russian
Berner Rosen
Black Cherry
Blondköpfchen
Cream Sausage
De Berao black
De Berao rot
Die Kleinen Mohren
Dunkelviolette Indische Fleischtomate
German Gold
Goldita
Greenwich
Green Zebra
Isis Candy
Lämpchen
Mallorquinische Hängetomate
Moneymaker
Moskovskij Delikates
Noire de Russe  
Ranktomate von Carnica
Roma
Schlesische Himbeere
Striped Roman
Striped Turkish
Sun Drop
Tangella
Togo Trefle
Valencia
Vogts Bulgarische Fleischtomate

Viele dieser Sorten habe ich schon einige Jahre hindurch angebaut und für gut befunden. Bei nicht wenigen Sorten habe ich festgestellt, dass mein Samenvorrat bald zu Ende geht oder ich nur mehr schon recht alte Samen habe. Daher muss ich 2013 viele davon anbauen, um die Sorte nicht zu verlieren. Das schränkt den Platz für wirklich neue Tomatensorten drastisch ein.

Also baue ich 2013 nur zwei für mich wirklich ganz neue Sorten an, die mir Frieda (Ein ganz liebes Dankeschön!) geschickt hat:
Beuteltomate aus Ecuador
Rozi Okrugli

Alle anderen neuen Sorten, die mir liebe Menschen zukommen haben lassen, müssen sich noch ein Jahr gedulden (und ich auch...).

Ich hoffe nur, dass meine erst am 14. März gesäten Lieblinge rasch keimen und dann flott wachsen! So spät war ich schon lange nicht mehr dran mit der Aussaat - aber Gesundheit geht einfach vor.

Freitag, 15. Februar 2013

Tomatensorten: German Gold

Die Fleischtomate German Gold, deren Samen ich über einen Blog-Kontakt bekam, hat 2011 bei mir Einzug gehalten. Zwei Jahre nacheinander habe ich sie angebaut und bin von ihrer Schönheit und ihrem Geschmack richtig begeistert. 


Die Früchte der German Gold sind, wie der Name schon sagt, goldgelb-orange mit pinkfabenem Einschlag. Aufgeschnitten bieten sie einen wunderschönen Anblick! Sodass wir sie sehr gerne schön angerichtet mit Mozzarella oder Schafskäse und Basilikum essen.


Doch bei Paradeisern zählen nicht nur die inneren Werte. Und so durfte ich mich auch über das äußere Erscheinungsbild der German Gold freuen. Die einzelnen Paradeiser bieten einfach einen wunderschönen Anblick!



Doch nicht nur ihre Schönheit überzeugt. Auch Geschmack und Konsistenz sind herrlich: saftig, weich, sehr aromatisch mit wenig Säure. Sie zergeht förmlich auf dem Gaumen.

Aufgrund ihrer Größe eignet sich die German Gold auch gut für Soßen: Zwei Paradeiser sind ausreichend, um zwei Personen mit einer Pastasoße zu beglücken.

German Gold noch unreif und im Wachsen begriffen...

 und hier ausgewachsen und reif.

In ihrer Erscheinungsform sind die einzelnen Früchte sehr unterschiedlich. Sie sind flachrund und schwach bis sehr stark gerippt. Der Stängelansatz liegt recht tief, sodass man ihn regelrecht herausoperieren muss. Aber das steigert nur die Vorfreude auf den Genuss!

 

Gezogen habe ich einige Pflanzen in einem Topf direkt an der südseitigen Wohnzimmerwand, wo sie etwas geschützt stehen, aber bei starkem Regen immer noch waschelnass werden, und ein paar Exemplare auch ungeschützt im Garten ausgepflanzt. Obwohl die German Gold anfällig gegenüber Braun- und Krautfäule sein soll, haben sich die Pflanzen im Garten gut geschlagen, genauso gut getragen und recht lange der berüchtigten Krankheit getrotzt. Das liegt vielleicht auch daran, dass die German Gold für eine Fleischtomate recht früh reife Früchte trug.
Überhaupt war der Ertrag überraschend gut. Ich hätte nicht gedacht, dass die gar nicht so großen und hohen Stauden so viele dieser wirklich großen Früchte tragen würden!

Die Sortenwahl für 2013 gestaltet sich immer schwieriger, denn natürlich will ich viele meiner schönen und guten Sorten wieder anbauen, aber auch neue Tomatensorten ausprobieren - und dummerweise wächst der Garten einfach nicht...

Hier geht's zur Übersicht über die von mir beschriebenen Paradeisersorten.
 

Freitag, 8. Februar 2013

Tomatensorten: Blondköpfchen

Eine Riesenüberraschung und große Freude war für mich 2012 die Sorte Blondköpfchen, die ich von Anja bekommen habe. 

Diese Cocktailtomate stammt aus Russland und ist, wie viele der russischen Tomatensorten, sehr robust. Bei mir hat sie ohne einen Anflug von Braunfäule bis zum Frost unvermindert geblüht und gefruchtet.

 

Blondköpfchen ist mit großem Abstand von allen von mir angebauten Cocktailtomaten diejenige, mit den meisten Früchten. Das Wort "Massenertrag" ist hierbei wirklich zutreffend! Die Rispen sind riesengroß. Nächstes Jahr muss ich einmal die Früchte an einer Rispe zählen! An einer Rispe befinden sich gleichzeitig Blüten und schon reife Früchte in Unmengen. Obwohl die Rispen sehr schwer wurden, ist keine einzige abgebrochen, also eine echt starke Sorte!

 

Die Früchte sind zwischen 2 und 3,5 cm groß, rund und hellgelb. Der Geschmack ist mild, das Fruchtfleisch weich. Verwendet wurden sie bei uns zu allem: zum So-Essen, für Salate und in Soßen. Nur Trocknen würde ich sie nicht, dazu wären sie mir zu saftig.


Bei mir ist das blonde Köpfchen in einem Topf gewachsen. Erst 2 m in die Höhe - und als sie mit dem Wachsen gar nicht aufhören wollte, habe ich ein Seil horizontal gespannt und die Pflanze waagrecht weitergezogen. So ist sie nochmal ca. 2 m gewachsen. Ausgegeizt habe ich nur das, was mir zuviel erschien, sodass sie mehrtriebig gewachsen ist.

 

Wieviele der riesengroßen Rispen sie ausgebildet hat, habe ich nicht gezählt. Jedenfalls war Blondköpfchen die mit Abstand ertragreichste Sorte des letzten Jahres. Deswegen und wegen ihres beeindruckenden Erscheinungsbildes bekommt sie auch in diesem Jahr einen Fixplatz.

Zu mehr Tomatensorten-Beschreibungen aus unserem Garten geht's hier.

Montag, 14. Januar 2013

Chili- und Paprikaaussaat 2013

Kribbelt es auch in euren Gärtnerhänden schon?
Nun denn: Ihr müsst euch nicht mehr zurückhalten, ab sofort kann gesät werden!

 
Rocoto Manzano Rot

Ein warmes Plätzchen zum Keimen und danach ein recht helles, halbwegs kühles zum Wachsen sind ideal für Chilis und Paprikas. Kuschelige Keim-Pätze habe ich anzubieten: Die breiten, alten Heizkörper im Wohn- und Esszimmer eignen sich hervorragend dafür. Mit den kühleren, hellen Plätzen nach dem Keimen hapert es: Auf der südseitigen Wohnzimmer- und der Esszimmerfensterbank ist es zwar recht hell, aber kühl leider nicht. Trotzdem schaffen es meine Chilis und Paprikas jedes Jahr dort ihre Kindheit und Jugend halbwegs gut zu überstehen. 

Also: Ran an die Erde, es ist Zeit für die Aussaat!

Chilis 2013:
Aji Cristal (Schärfe 6, wird bei uns immer als Beilage gegrillt)
Baskent (Schärfe 7, ideal zum Trocknen)
Bolivian Rainbow (Schärfe 6, sehr dekorativ)
Habanero Orange (Schärfe 10)
Jalapeno (Schärfe 5, variiert erfahrungsgemäß aber sehr, gut zum Einlegen)
Lemon Drop (Schärfe 7)
Nymphenburger Knubbel (Schärfe 8, Tauschpaket des Selbstversorgerforums)
Pimientos de Padron (Schärf 0 - 5, danke, Henry!)
Rocoto Manzano Rot (Schärfe 9, sehr fruchtig)
Turuncu Spiral (Schärfe 5 - 6, sehr gut zum Trocknen)
Zimbabwe Birds Eye (Schärfe 9, sehr dekorativ, gut zum Trocknen)

Bolivian Rainbow
 
Dann säe ich noch alle alten Samen der Sorten Cascabel (Schärfe 4 - 5), Sibirischer Hauspaprika (Schärfe 7) und Piri Piri (Schärfe 7), in der Hoffnung, es sind noch ein paar keimfähige darunter.

Paprika 2013:
Cubanelle (gut zum Braten, aber auch zum Füllen)
Neusiedler Ideal (bestens geeignet zum Füllen)
Meek & Mild (super zum Grillen, Al, die Sorte liebe ich, danke!)
Paradiso (wird erstmals getest)
Purple Beauty (unsere liebste Paprikas zum "so Essen")
Pußtagold (allseits bestens verwendbar)

 Die reich tragende Neusiedler Ideal

Übrigens pflanze ich alle Paprikas und Chilis ausschließlich in Töpfe, die an den Hauswänden entlang aufgestellt sind, oft auch als Unterpflanzung von Paradeisern. Das gefällt ihnen ausgezeichnet, denn dadurch bekommen sie wesentlich mehr und konstantere Wärme und gedeihen viel besser. Und mit den paradiesischen Nachbarn verstehen sie sich bestens.
Morgen geht's an die Aussaat. Ich freu mich schon!
Seid ihr auch schon beim Säen?

Dienstag, 8. Mai 2012

Freiheit für die Paradeiser

Nun habe ich sie doch vor den Eisheiligen ausgepflanzt, meine Paradeiser. 

 
Tomatentöpfe an der Südwand

Zumindest diejenigen, die etwas geschützt in Töpfen an den Hauswänden entlang stehen und die Ampeltomaten in den Terrassenkisterln. Die andere Hälfte, die direkt ohne jeglichen Schutz in den Gemüsegarten gepflanzt wird, muss sich noch bis nach dem Wochenende gedulden. (Falls ich soviel Geduld aufbringe...)

Sweet Pea, eine neue Sorte in unserem Garten, im Terrassenkisterl

Die Eisheiligen werden bei uns laut Wetterbericht nicht so dramatisch kalt, anscheinend sind etwas kühlere Nächte aber nach den Eisheiligen zu erwarten. Und so lange kann ich mit dem Auspflanzen nicht warten. Es ist schon mühsam, die vielen kleinen Töpfchen täglich zu gießen.

Somit sind ca. die Hälfte der Tomaten seit heute ausgepflanzt und pro Topf mit je einer Chili- bzw. Paprikapflanze unterpflanzt. In einige Töpfe habe ich zusätzlich auch noch Basilikum gesät, morgen kommen in die andere Hälfte der Tomatentöpfe noch Spargelerbsen als Unterpflanzung. Die säe ich dieses Mal direkt in die Töpfe, das Vorziehen wollte ich mir ersparen.

Die Blüten dieser Chili werden sich in zwei, drei Tagen öffnen

Über das Ausplfanzen der Paradeiser habe ich aufgrund häufiger Nachfragen schon einmal einen Beitrag mit Tipps geschrieben. Nachzulesen hier: "Der Geschmack der Freiheit: Tomaten auspflanzen".

Bald sieht es in den Terrassenkisterln hoffentlich wieder so aus! Ich freu mich schon!

Sorte "Minibel"

Sonntag, 26. Februar 2012

Tomatenplanung 2012

Spät bin ich dieses Jahr dran mit der Planung der Tomatensorten! Von Jahr zu Jahr sammeln sich mehr interessante Sorten an und die Entscheidung fällt mir immer schwerer. Ich versuche wie immer eine Mischung meiner Lieblinge und einiger neuer Sorten unterzubringen. Leider ist der Platz endlich.

Paradeisersorten für 2012


In die Balkonkistern auf der Terrasse und in Ampeln
kommen folgende kleinwüchsigen Sorten:
Green Sausage
Himbeerrose
Johannisbeertomate gelb
Minibel
Pendulina
Rosa Ampeltomate
Sweet Pea
Tumbling Tom Red
Yellow Canary

Neu davon nur die Sweet Pea (Danke, Anja!), auf die ich schon sehr gespannt bin!

Goldita

Der Gemüsegarten und sämtliche Töpfe rund um's Haus
werden mit folgenden Sorten bestückt:


Ganz neu für mich:
Anna Russian (Danke, Anja!)
Blondköpfchen (Danke, Anja!)
Chocolate Stripes (Danke, Henry!)
Cream Sausage (Danke, Anja!)
De Berao Black
Evergreen (Danke, Henry!)
Gary Ibsen's Gold (Danke, Henry!)Pink Brandywine (Danke, Daniela!)
Königin von Sainte Marthe (Danke, Barbara!)
Schon einmal oder mehrmals angebaut und heuer wieder:
Berner Rosen
Black Cherry
Die kleinen Mohren
Dunkelviolette Indische Fleischtomate
German Gold
Goldita 
Green Zebra
Isis Candy
Lämpchen
Mallorquinische Hängetomate
Moskovskij Delikates
Moneymaker
Ranktomate von Carnica
Roma
San Marzano
Schlesische HimbeereStriped Roman
Striped Turkish
Tangella
Teardrops
Noire de Russe
Valencia
Vogts Bulgarische Fleischtomate
Zahnradtomate
Zieglers Fleisch


Am 23. Februar habe ich die Ampeltomaten alle ausgesät. Heute ist die erste davon, eine Sweet Pea, gekeimt. Das ging flott!

Normalerweise warte ich mit den "großen" Tomatensorten bis März und säe dann im Lauf der ersten Märzhälfte alle Sorten aus (siehe Tomatenaussaat - einige Tipps). Heute jedoch konnte ich mich angesichts des Aprilwetters - Sturm, Graupelschauer, Nieselregen und dann wieder ein wenig Sonne - nicht mehr zurückhalten und habe ca. die Hälfte der übrigen Sorten angebaut. Irgendeine Freude muss frau sich doch an so einem Tag gönnen.

Habt ihr schon die Tomatensamen in die Erde gebracht?
Und für welche Sorten habt ihr euch entschieden?

Dienstag, 31. Januar 2012

Tomatensorten: Togo Trefle

Die Togo Trefle ist eindeutig die kleinste Fleischtomate in meiner Sammlung. Mit einem Durchmesser von durchschnittlich nur 3 cm macht sie größenmäßig im Vergleich zu anderen Fleischtomaten nicht viel her.

Geschmacklich jedoch schon! Wer sie noch sonnenwarm verspeist, wird vom leicht süßen, sehr "tomatig" vollen Geschmack sicherlich genauso angetan sein wie ich.

Die Schale ist fest, keine Frucht ist geplatzt, das Fleisch ist weich und sehr saftig.

Von der Form her unterscheiden sich die rot abreifenden Früchte, wie am Bild erkennbar, ein wenig. Manche sind ganz rund, die meisten jedoch ganz schwach gerippt.

Die Früchte wachsen in Rispen.

Die Pflanzen wurden bei mir in etwa 2 m hoch und ich konnte keinen Unterschied zwischen den im Freiland wachsenden und den Pflanzen in den geschützter stehenden Kübeln feststellen, weder im Geschmack noch auf die Pflanzengesundheit bezogen. Bis zum Frosteinbruch konnte ich von den kleinen, würzigen Fleischtomaten ernten.

Die Herkunft der Togo Trefle liegt in Westafrika. Der Name bedeutet angeblich "Kleeblatt von Toga" und bezieht sich auf die Form der aufgeschnittenen Früchte. Die Samen, aus denen ich meine Pflanzen gezogen habe, stammen aus einem Samentauschpaket.

Ganz bestimmt werde ich Togo Trefle wieder einmal anbauen.

Montag, 23. Januar 2012

Tomatensorten: Mallorquinische Hängetomate

Die sogenannte Mallorquinische Hängetomate bekam ich vor einigen Jahren von Daniela aus Spanien und habe sie schon mehrmals bei uns angebaut. Auf der spanischen Verpackung steht "tomaquet de penjar" ("Tomate zum Aufhängen"). Oft wird sie auch als "Wintertomate" bezeichnet.

Wintertomate deshalb, weil sie über hervorragende Lagereigenschaften verfügt: Die Schale ist recht fest, das Fruchtfleisch fest und die langen Rispen der Mallorquinischen Hängetomate machen es möglich, sie einfach wie Knoblauchzöpfe aufzuhängen.

Die Früchte dieser Sorte werden durchschnittlich 8 - 10 cm groß, sind plattrund und leicht gerippt. Die Farbe liegt irgendwo zwischen Rosa und Rot.

Das Erscheinungsbild dieser Sorte ist eindrucksvoll: Die Stängel erreichen eine beachtliche Stärke und der Wuchs in die Höhe scheint unbegrenzt. Die Mallorquinische Hängetomate ist die einzige Sorte, die ich jemals in der Höhe kappen musste, weil meine Schnüre nicht mehr ausgereicht haben für ihre unbändige Wuchskraft.

Der Ertrag ist überwältigend: Die Mallorquinische Hängetomate trägt nicht nur große Früchte, sondern auch sehr viele. Die schweren Rispen knicken fast immer, was jedoch dem Reifefortgang keinen Abbruch tut. Und auch die Menge der Rispen an einer Pflanze ist beeindruckend!

Am Ende der Saison sind die recht robusten Stauden von unten bis oben hin voll mit Rispen.

Bis zur völligen Reife benötigen die Hängetomaten relativ lange. Dafür aber fangen sie schon recht früh damit an, Früchte anzusetzen und reifen bestens im Lager nach.

Zur Verwendung schrieb mir Daniela: "Diese Sorte nimmt man bevorzugt für das 'pà amb tomàquet', also das Brot mit Tomate, das hier in Katalunien und auf den Balearen so etwas wie ein Nationalgericht ist. Man reibt Brot, vorzugsweise helles, geröstetes Landbrot, mit einer aufgeschnittenen Tomate ein, träufelt Olivenöl darüber und isst es entweder pur, zu Käse, Schinken, aber auch zu Hauptgerichten. Viele reiben die Brotscheibe auch erst noch mit einer Knoblauchzehe ein und geben Salz dazu."

Ich kann nur sagen: Es schmeckt köstlich!

Mangels Aufhängemöglichkeiten habe ich die Hängetomaten in einer Schachtel bei relativ niedriger Raumtemperatur aufbewahrt. Wie lange sie halten würden, kann ich jedoch nicht sagen, da nach einigen Monaten immer alle aufgegessen waren.

Mehr Sortenbeschreibungen hier: Tomatensorten-Beschreibungen

Samstag, 23. Juli 2011

Paradeiser-Rundschau

So wie die Wetterprognose derzeit ist, werden die Paradeiser wohl nicht so schnell reifen, denn schließlich braucht es dazu Sonne und warme Temperaturen. Mit beidem ist hier auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.

Sogar bei den Tomaten auf der Terrasse, die ja durch das Dach geschützt sind, machen sich schon erste Krankheitsanzeichen breit. Sehr früh im Jahr, um schon zu kränkeln. Hoffentlich war nicht die ganze Mühe umsonst und die Stauden werden von der Braunfäule dahingerafft. Dieses kühle Nieselwetter, mit ein, zwei schwülen Tagen manchmal dazwischen, bietet der gefürchteten Krankheit natürlich beste Bedingungen.

Höchste Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme. Alle meine Sorten, ich schätze so knapp über 30 werden es in diesem Jahr wieder sein, zeige ich nicht, aber ein paar muss ich einfach herzeigen!

Mariannas Peace, eine sehr große, rosa-rot-farbene Fleischtomate, legt sich ordentlich ins Zeug und will mir in diesem Jahr wohl zeigen, dass sie mehr kann als im letzten Jahr

Mariannas Peace

Zwei Pflanzen habe ich in Töpfen an der Hauswand. Eine trägt unglaublich viel, die andere ist etwas zurückhaltender. Mariannas Peace galt lange Zeit als die beste Tomate der Welt - der Geschmackstest letztes Jahr ist schon mal gut ausgefallen.

Gleich neben Mariannas Peace habe ich Greenwich einquartiert.


Wie auch schon in den letzten Jahren trägt diese wunderschöne und wohlschmeckende unter "grün" geführte Sorte irrsinnig viele riesige Paradeiser!

Viel bescheidener von der Größe sind alle Tomatensorten in den Terrassenkisterln. Minibel, gelbe und rote Johannisbeertomaten, Rosa Ampeltomate, Tumbling Tom Red und Yellow, Himbeerrose und Green Sausage umrahmen die Terrasse mit ihren Früchten.

Minibel

Von diesen vielen Paradeisern in all den Kisterln und kleinen Töpfen rund um die Terrasse kann ich schon seit Wochen ernten. Sie sind immer viel früher reif als die "Großen".

Ebenfalls klein, aber riesig groß im Geschmack eine meiner Lieblingstomaten, die Black Cherry.

Black Cherry

Gestern konnte ich mir die erste reife Black Cherry dieser Saison endlich auf der Zunge zergehen lassen!

Eine andere Cherrytomate, die geschmacklich umwerfend ist, ist die Goldita. Schon im letzten Jahr war ich begeistert sowohl vom köstlichen Geschmack, als auch von den Massen an Ertrag, den eine Pflanze liefert!

Goldita

Von der Goldita konnte ich letzte Woche schon einige ernten.

Ganz bescheiden kommen die Dunkelvioletten Indischen Fleischtomaten daher, die ich im Freiland ausgepflanzt habe. Sie bilden keine so großen Früchte aus wie die unter Dach stehenden und auch weniger Seitentriebe. Normalerweise ziehe ich diese geschmacklich traumhafte Sorte unter dem Terrassendach, wo auch dieses Jahr zwei Exemplare stehen. Aber jemand hat zwei "bestellte" Pflanzen diese Sorte nicht abgeholt und so habe ich sie kurzerhand in den Gemüsegarten gepflanzt.


Hier ist der Wuchs nicht ganz so kräftig wie unter dem Dach, dafür gibt es schon einige fast reife Früchte.

Gar nicht unbescheiden dafür ist diese Caspian Pink-Pflanze. Auch ungeschützt im Gemüsegarten stehend bildet sie sehr viele und ungewöhnlich große Paradeiser in diesem Jahr.


Eine für mich ganz neue Sorte, die Gelbe von Thun, die mir Barbara aus der Schweiz geschickt hat, macht sich bisher ausgezeichnet.

Gelbe von Thun

Ihr Wuchs ist kräftig und sie trägt unglaublich üppig. Einige reife Früchte dieser Schweizer Sorte konnte ich schon verkosten. Aber ich habe sie so schnell hinunter geschlungen, dass weitere ausgiebige Tests folgen müssen, um etwas sagen zu können...

Ebenfalls neu für mich, die Togo Trefle, die aus Westafrika stammt, wie der Tomatenatlas über sie verrät.


Sie stammt aus einem Samentauschpaket und ich bin schon sehr neugierig auf die erste Verkostung.

Diese Prachtexemplare gehören zur Sorte Noire de Russe, die ich seit einigen Jahren schon anbaue und die für mich zu den schmackhaftesten Fleischtomaten gehört.


Bald ist es soweit und ich kann auch von dieser schönen Sorte ernten!

Ebenfalls eine alte Bekannte in unserem Garten, die Green Zebra. Heuer steht sie in einem großen Topf an der Hauswand, was ihr sehr, sehr gut bekommt.


Die Pflanze ist so kräftig wie nie zuvor und trägt auch sehr viel. Leider dauert es bis zur Ernte noch länger.

Dafür ist die erste Roma erntereif.


Das ist zwar keine spektakuläre Sorte, aber sie eignet sich hervorragend zum Trocknen und trägt in den meisten Jahren recht viel.

So, wer sich bis hierher durchgekämpft hat, darf sie noch sehen, die Shimmeig Creg. Eine wunderschöne Sorte, wie der Tomatenatlas verrät.

Shimmeig Creg

Ich bin neugierig, wie sie aussieht, wenn sie sich zu verfärben beginnt!

Jetzt hoffe ich nur, dass all diese Schönheiten die nächsten prognostizierten Schlechtwetterwochen überstehen, um danach wieder richtig loszulegen mit dem Wachsen, Fruchten und Reifen!

Und vielleicht mute ich euch an einem der nächsten Regentage noch weitere Paradeiserbilder zu, immerhin wollen auch die anderen Schönheiten gezeigt werden. Und man soll die Paradeiser-Damen schließlich nicht verärgern.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Einmal quer durch Zeit und Raum

Juni und Juli waren sehr hektische und teils auch nervenaufreibende Monate. Bloggen und oft auch Gartenarbeit sind in den Hintergrund geraten. Aber wenigstens ein kurzes "Hallo, mich gibt's noch" möchte ich wieder einmal vermelden!

Eine der größten Freuden im Juni war die unerwartet große Marillenernte. Unser ursprüngliches Marillenbäumchen hat ja vor zwei Jahren ein Sturm erledigt. Es ist danach trotz Aufrichten und Pflege nicht mehr angewachsen. Also haben wir Nachwuchs besorgt, letzten Herbst erst. Und siehe da: Das kleine Bäumchen trug schon im ersten richtigen Standjahr richtig viel!

Wir haben Marillen gegessen bis zum Umfallen, Kompott gekocht und Marillenknödel fabriziert. Eine Portion konnte ich sogar für den Winter einfrieren.

Auch die Ribisl (Johannisbeeren) sind mittlerweile abgeerntet. Die Ernte fiel recht üppig aus.

Die weißen Ribisl wurden eingemaischt, die roten und schwarzen erst einmal eingefroren. Die möchte ich dann zusammen mit der Brombeerernte, die auch recht üppig ausfallen wird, verarbeiten.

Ganz neu für mich die Japanische Weinbeere. Erst in diesem Frühling gepflanzt, konnten wir einige Monate schon die ersten Beeren naschen. Eine köstliche Beerenart! Leicht säuerlich, einfach zu ernten und frei von Schädlingen.

Im Moment kann ich Heidelbeeren naschen und Stachelbeeren gibt es noch. Die Taybeeren sind schon seit eineinhalb Monaten verspeist. Ich liebe es einfach, durch den Garten zu schlendern und hier und da einfach zu naschen.

Sehr viel Freude hatte ich auch mit dem ersten Romaneso.

Die Pflanze war riesig, beinahe 80 cm im Durchmesser. Prächtig! Der Romanesco hat uns ausgezeichnet gemundet und war wunderschön anzusehen. Ich habe ihn erst einige Tage umschlichen, ehe ich der Schönheit mit dem Messer zu Leibe rückte.

Natürlich liefert der Gemüsegarten schon lange täglich frisches Grün-und Buntzeug;-)
Neben Zucchinis, Paprikas, Rucola, Salaten, frischen Kräutern, Schnittbohnen, Spargelerbsen, Kohlrabis etc. essen wir schon seit geraumer Zeit täglich frische Gurken.

In diesem Jahr habe ich neben den Standardsorten Delikatess, Chinesische Schlangengurken und Marketmore auch eine ganz besondere Gurke, die Lemberger Gurke.

Ihre Schale ist braun-weiß genetzt, das Fruchtfleisch sehr weiß. Eine sehr knackige Gurke! Und schön ist sie auch. Vor allem, wenn man sie nicht schält, das machen wir nie, und im Salat die Schalen braun-weiß blitzen.

Seit der ersten Juli-Woche kann ich endlich auch wieder Paradeiser ernten!

Tomatensorte "Minibel"

Die erste Sorte, die heuer reife Früchte hatte, war die Tumbling Tom Red. Dicht gefolgt von den gelben und roten Johannisbeertomaten. Mittlerweile liefern auch schon Green Sausage, Himbeerrose, Rosa Ampeltomate, Minibel, Goldita und Black Cherry reife Tomaten. Tangella hat das Rennen bei den mittelgroßen Sorten gemacht und die Dunkelviolette Indische Fleischtomate wird als erste der "Großen" erntereif.

Meine heiß geliebte Gartenbadewanne konnte ich erst an einem Wochenende nutzen.

Denn die Wochenenden waren meist stürmisch und kühl. Oder durch Verpflichtungen "belegt". Auch jetzt stürmt es wieder, sodass ich den Garten gar nicht betreten mag.

Dabei wächst alles rasant und die Wildnis wird dichter....

Blick über das Zeitloch zum Insektenhotel

Die beiden überwinterten Habanero bolivia-Pflanzen tragen schon seit Wochen viele reife Chilis. Das Überwintern hat sich echt ausgezahlt, denn erst jetzt im zweiten Jahr tragen die schon großen Pflanzen wirklich viel.

Habanero bolivia

Die hübscheste Chilipflanze derzeit aber ist mit Abstand die Bolivian Rainbow. Mit ihren dunklen, violett überhauchten Blättern ist sie auch ohne Fruchtbehang schon ein Blickfang. Aber zu einer Augenweide wird sie dann, wenn sie richtig viele Chilis in unterschiedlichen Reifegraden trägt, wie derzeit.

Bolivian Rainbow

Bald geht auch schon der Juli zu Ende und das Sommergefühl mag sich noch immer nicht so recht einstellen. Ich hoffe noch!

PS: Nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht kommentiere, das wird sich wieder ändern. Aber ich habe einfach keine Zeit.