Donnerstag, 8. September 2011

Grüne Grillsoße mit roten Sprenkseln

Wieder mal ein Rezept zur Verwertung meiner vielen und vielfarbigen Paradeiser:

Grüne Grillsoße mit roten Sprenkseln


Zutaten:
Grünfarbige Paradeiser (also nicht unreife, sondern reife grüne Sorten, z.B. Green Sausage, Greenwich, Green Zebra etc.)
Rote Paprikas
Rote Chilis
Zwiebeln
Knoblauch
Salz
Zucker
Weißweinessig
Worcestershiresauce
Olivenöl

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch würfeln und in etwas Olivenöl andünsten.
Die gewürfelten Tomaten dazugeben und bei offenem Topf eine gute Stunde köcheln lassen.
Dann mit Salz, Zucker, einem Schuss Essig und Worcestershiresauce abschmecken.
Die gewürfelten roten Paprikas und die fein gehackten roten Chilis dazugeben und noch ca. eine halbe Stunde weiter köcheln lassen. (Die Paprikas gebe ich deshalb so spät dazu, damit sie noch etwas knackiger bleiben.)
Zum Schluss nochmals abschmecken. Meine Grillsoße bekam die Geschmacksrichtung süßsauer mit leichtem scharfem Einschlag. Aber das lässt sich je nach Gusto abändern.
Ganz heiß in kleinere Twist-Off-Gläser abfüllen und fest verschrauben oder, wie ich, mangels Gläsern, in kleine Dosen füllen und in den Gefrierschrank packen.

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So richtig qietschgrün ist meine Grillsoße natürlich nicht geworden. Aber die roten Paprikastückchen machen sich optisch gut.

Ich mag es einfach, mein eigenes Gemüse sinnvoll zu verwerten: Schmeckt besser, ist gesünder und spart Müllberge!

Mittwoch, 17. August 2011

Paradeiser-Zucchini-Sugo

Wer jetzt im Überfluss Paradeiser, Zucchinis und Kräuter hat, kann ganz einfach den Sommer einfangen und im Winter wieder auspacken:

Paradeiser-Zucchini-Sugo


Zutaten:
Zwiebeln (viel!)
Knoblauch
Paprikas (können auch weggelassen werden)
Zucchini
Paradeiser
Chili (je nach Wunsch scharf oder nicht)
Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Lorbeer, Salbei, Blattsellerie, Petersilie, Basilikum)
Salz
Zucker
Olivenöl
(Die Mengen nach Gefühl und Vorhandensein der Zutaten wählen. Gut schmeckt auch eine Variation mit geriebenen Karotten.)

Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Alles fein würfeln.
In einem Topf Olivenöl erhitzen, gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Chilis darin andünsten.
Dann die gewürfelten Tomaten dazugeben, salzen und etwas braunen Zucker sowie die gehackten Kräuter (bis auf das Basilikum) dazugeben. Ca. 1,5 Stunden bei offenem Topf leicht köcheln lassen.
Dann die gewürfelten Paprikas zugeben und ca. eine 15 Min. mitköcheln.
Zuletzt die Zucchiniwürfel in den Topf geben und noch einmal 15 Min. köcheln.
Ganz zum Schluss das gehackte Basilikum zugeben.
Die Masse kochend heiß in saubere Twist-off-Gläser füllen und fest verschließen.

Das Sugo hält sich locker ein Jahr, wenn man saubere Glässer verwendet und darauf acht gibt, dass beim Verschließen nichts zwischen Deckel und Glasrand ist.

Viel Spaß beim Nachkochen!


Kurzer persönlicher Nachsatz noch:
Mir fehlt seit vielen Wochen die Zeit zum Bloggen und Lesen, da ich mit einem großen nicht-gärtnerischen Projekt mehr als beschäftigt bin!
Vergesst mich nicht, ich werde mich im Herbst wieder bessern;-)

Samstag, 23. Juli 2011

Paradeiser-Rundschau

So wie die Wetterprognose derzeit ist, werden die Paradeiser wohl nicht so schnell reifen, denn schließlich braucht es dazu Sonne und warme Temperaturen. Mit beidem ist hier auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.

Sogar bei den Tomaten auf der Terrasse, die ja durch das Dach geschützt sind, machen sich schon erste Krankheitsanzeichen breit. Sehr früh im Jahr, um schon zu kränkeln. Hoffentlich war nicht die ganze Mühe umsonst und die Stauden werden von der Braunfäule dahingerafft. Dieses kühle Nieselwetter, mit ein, zwei schwülen Tagen manchmal dazwischen, bietet der gefürchteten Krankheit natürlich beste Bedingungen.

Höchste Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme. Alle meine Sorten, ich schätze so knapp über 30 werden es in diesem Jahr wieder sein, zeige ich nicht, aber ein paar muss ich einfach herzeigen!

Mariannas Peace, eine sehr große, rosa-rot-farbene Fleischtomate, legt sich ordentlich ins Zeug und will mir in diesem Jahr wohl zeigen, dass sie mehr kann als im letzten Jahr

Mariannas Peace

Zwei Pflanzen habe ich in Töpfen an der Hauswand. Eine trägt unglaublich viel, die andere ist etwas zurückhaltender. Mariannas Peace galt lange Zeit als die beste Tomate der Welt - der Geschmackstest letztes Jahr ist schon mal gut ausgefallen.

Gleich neben Mariannas Peace habe ich Greenwich einquartiert.


Wie auch schon in den letzten Jahren trägt diese wunderschöne und wohlschmeckende unter "grün" geführte Sorte irrsinnig viele riesige Paradeiser!

Viel bescheidener von der Größe sind alle Tomatensorten in den Terrassenkisterln. Minibel, gelbe und rote Johannisbeertomaten, Rosa Ampeltomate, Tumbling Tom Red und Yellow, Himbeerrose und Green Sausage umrahmen die Terrasse mit ihren Früchten.

Minibel

Von diesen vielen Paradeisern in all den Kisterln und kleinen Töpfen rund um die Terrasse kann ich schon seit Wochen ernten. Sie sind immer viel früher reif als die "Großen".

Ebenfalls klein, aber riesig groß im Geschmack eine meiner Lieblingstomaten, die Black Cherry.

Black Cherry

Gestern konnte ich mir die erste reife Black Cherry dieser Saison endlich auf der Zunge zergehen lassen!

Eine andere Cherrytomate, die geschmacklich umwerfend ist, ist die Goldita. Schon im letzten Jahr war ich begeistert sowohl vom köstlichen Geschmack, als auch von den Massen an Ertrag, den eine Pflanze liefert!

Goldita

Von der Goldita konnte ich letzte Woche schon einige ernten.

Ganz bescheiden kommen die Dunkelvioletten Indischen Fleischtomaten daher, die ich im Freiland ausgepflanzt habe. Sie bilden keine so großen Früchte aus wie die unter Dach stehenden und auch weniger Seitentriebe. Normalerweise ziehe ich diese geschmacklich traumhafte Sorte unter dem Terrassendach, wo auch dieses Jahr zwei Exemplare stehen. Aber jemand hat zwei "bestellte" Pflanzen diese Sorte nicht abgeholt und so habe ich sie kurzerhand in den Gemüsegarten gepflanzt.


Hier ist der Wuchs nicht ganz so kräftig wie unter dem Dach, dafür gibt es schon einige fast reife Früchte.

Gar nicht unbescheiden dafür ist diese Caspian Pink-Pflanze. Auch ungeschützt im Gemüsegarten stehend bildet sie sehr viele und ungewöhnlich große Paradeiser in diesem Jahr.


Eine für mich ganz neue Sorte, die Gelbe von Thun, die mir Barbara aus der Schweiz geschickt hat, macht sich bisher ausgezeichnet.

Gelbe von Thun

Ihr Wuchs ist kräftig und sie trägt unglaublich üppig. Einige reife Früchte dieser Schweizer Sorte konnte ich schon verkosten. Aber ich habe sie so schnell hinunter geschlungen, dass weitere ausgiebige Tests folgen müssen, um etwas sagen zu können...

Ebenfalls neu für mich, die Togo Trefle, die aus Westafrika stammt, wie der Tomatenatlas über sie verrät.


Sie stammt aus einem Samentauschpaket und ich bin schon sehr neugierig auf die erste Verkostung.

Diese Prachtexemplare gehören zur Sorte Noire de Russe, die ich seit einigen Jahren schon anbaue und die für mich zu den schmackhaftesten Fleischtomaten gehört.


Bald ist es soweit und ich kann auch von dieser schönen Sorte ernten!

Ebenfalls eine alte Bekannte in unserem Garten, die Green Zebra. Heuer steht sie in einem großen Topf an der Hauswand, was ihr sehr, sehr gut bekommt.


Die Pflanze ist so kräftig wie nie zuvor und trägt auch sehr viel. Leider dauert es bis zur Ernte noch länger.

Dafür ist die erste Roma erntereif.


Das ist zwar keine spektakuläre Sorte, aber sie eignet sich hervorragend zum Trocknen und trägt in den meisten Jahren recht viel.

So, wer sich bis hierher durchgekämpft hat, darf sie noch sehen, die Shimmeig Creg. Eine wunderschöne Sorte, wie der Tomatenatlas verrät.

Shimmeig Creg

Ich bin neugierig, wie sie aussieht, wenn sie sich zu verfärben beginnt!

Jetzt hoffe ich nur, dass all diese Schönheiten die nächsten prognostizierten Schlechtwetterwochen überstehen, um danach wieder richtig loszulegen mit dem Wachsen, Fruchten und Reifen!

Und vielleicht mute ich euch an einem der nächsten Regentage noch weitere Paradeiserbilder zu, immerhin wollen auch die anderen Schönheiten gezeigt werden. Und man soll die Paradeiser-Damen schließlich nicht verärgern.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Einmal quer durch Zeit und Raum

Juni und Juli waren sehr hektische und teils auch nervenaufreibende Monate. Bloggen und oft auch Gartenarbeit sind in den Hintergrund geraten. Aber wenigstens ein kurzes "Hallo, mich gibt's noch" möchte ich wieder einmal vermelden!

Eine der größten Freuden im Juni war die unerwartet große Marillenernte. Unser ursprüngliches Marillenbäumchen hat ja vor zwei Jahren ein Sturm erledigt. Es ist danach trotz Aufrichten und Pflege nicht mehr angewachsen. Also haben wir Nachwuchs besorgt, letzten Herbst erst. Und siehe da: Das kleine Bäumchen trug schon im ersten richtigen Standjahr richtig viel!

Wir haben Marillen gegessen bis zum Umfallen, Kompott gekocht und Marillenknödel fabriziert. Eine Portion konnte ich sogar für den Winter einfrieren.

Auch die Ribisl (Johannisbeeren) sind mittlerweile abgeerntet. Die Ernte fiel recht üppig aus.

Die weißen Ribisl wurden eingemaischt, die roten und schwarzen erst einmal eingefroren. Die möchte ich dann zusammen mit der Brombeerernte, die auch recht üppig ausfallen wird, verarbeiten.

Ganz neu für mich die Japanische Weinbeere. Erst in diesem Frühling gepflanzt, konnten wir einige Monate schon die ersten Beeren naschen. Eine köstliche Beerenart! Leicht säuerlich, einfach zu ernten und frei von Schädlingen.

Im Moment kann ich Heidelbeeren naschen und Stachelbeeren gibt es noch. Die Taybeeren sind schon seit eineinhalb Monaten verspeist. Ich liebe es einfach, durch den Garten zu schlendern und hier und da einfach zu naschen.

Sehr viel Freude hatte ich auch mit dem ersten Romaneso.

Die Pflanze war riesig, beinahe 80 cm im Durchmesser. Prächtig! Der Romanesco hat uns ausgezeichnet gemundet und war wunderschön anzusehen. Ich habe ihn erst einige Tage umschlichen, ehe ich der Schönheit mit dem Messer zu Leibe rückte.

Natürlich liefert der Gemüsegarten schon lange täglich frisches Grün-und Buntzeug;-)
Neben Zucchinis, Paprikas, Rucola, Salaten, frischen Kräutern, Schnittbohnen, Spargelerbsen, Kohlrabis etc. essen wir schon seit geraumer Zeit täglich frische Gurken.

In diesem Jahr habe ich neben den Standardsorten Delikatess, Chinesische Schlangengurken und Marketmore auch eine ganz besondere Gurke, die Lemberger Gurke.

Ihre Schale ist braun-weiß genetzt, das Fruchtfleisch sehr weiß. Eine sehr knackige Gurke! Und schön ist sie auch. Vor allem, wenn man sie nicht schält, das machen wir nie, und im Salat die Schalen braun-weiß blitzen.

Seit der ersten Juli-Woche kann ich endlich auch wieder Paradeiser ernten!

Tomatensorte "Minibel"

Die erste Sorte, die heuer reife Früchte hatte, war die Tumbling Tom Red. Dicht gefolgt von den gelben und roten Johannisbeertomaten. Mittlerweile liefern auch schon Green Sausage, Himbeerrose, Rosa Ampeltomate, Minibel, Goldita und Black Cherry reife Tomaten. Tangella hat das Rennen bei den mittelgroßen Sorten gemacht und die Dunkelviolette Indische Fleischtomate wird als erste der "Großen" erntereif.

Meine heiß geliebte Gartenbadewanne konnte ich erst an einem Wochenende nutzen.

Denn die Wochenenden waren meist stürmisch und kühl. Oder durch Verpflichtungen "belegt". Auch jetzt stürmt es wieder, sodass ich den Garten gar nicht betreten mag.

Dabei wächst alles rasant und die Wildnis wird dichter....

Blick über das Zeitloch zum Insektenhotel

Die beiden überwinterten Habanero bolivia-Pflanzen tragen schon seit Wochen viele reife Chilis. Das Überwintern hat sich echt ausgezahlt, denn erst jetzt im zweiten Jahr tragen die schon großen Pflanzen wirklich viel.

Habanero bolivia

Die hübscheste Chilipflanze derzeit aber ist mit Abstand die Bolivian Rainbow. Mit ihren dunklen, violett überhauchten Blättern ist sie auch ohne Fruchtbehang schon ein Blickfang. Aber zu einer Augenweide wird sie dann, wenn sie richtig viele Chilis in unterschiedlichen Reifegraden trägt, wie derzeit.

Bolivian Rainbow

Bald geht auch schon der Juli zu Ende und das Sommergefühl mag sich noch immer nicht so recht einstellen. Ich hoffe noch!

PS: Nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht kommentiere, das wird sich wieder ändern. Aber ich habe einfach keine Zeit.

Sonntag, 26. Juni 2011

Garten-Newsticker (3)

PC-Faulheit, einige nette Veranstaltungen und sehr viel Anderes zu tun, das wenig lustig ist, haben mich vom Bloggen abgehalten.
Daher zwischendurch mal wieder ein Newsticker aus dem Garten:

Gemüsegarten:
Die Ringelblumen wollten den Gemüsegarten übernehmen. Ich habe viele Blütenblätter geerntet für Tees, Ölauszüge oder zur Weiterverarbeitung in Seifen. Dann beherzt einhgegriffen: Die meisten von ihnen sind in den Mulchhimmel eingegangen und plötzlich war wieder viel Platz im Gemüsegarten!
Die Zuckerschoten sind abgeernet und eingefroren. Die Pflanzen abgeschnitten, stattdessen Rote Rauke und Schnittsalat gesät. Dazwischen ist noch Platz für einige Reihen Herbstrüben demnächst.
Die Paradeiser wachsen vor sich hin, blühen viel, fruchten und ich komme mit dem Ausgeizen kaum hinterher. Die ersten beginnen zu reifen: Gelbe Johannisbeertomaten und Minibel.
Die ersten Gurken konnten wir schon essen, die Kohlrabis muss ich demnächst ernten und einfrieren für Kohlrabisoße, bevor sie zu groß werden.
Für Zucchinis muss ich mich noch ein wenig gedulden. Hoffentlich sind die Schnecken nicht schneller.
Alles sprießt und wächst: Guter Heinrich, Melden, Rauke, Salate, Hirschhornwegerich - ich weiß gar nicht, was wir zuerst essen sollen. Der abendliche Erntegang für's gemeinsame Essen ist ein richtiges Vergnügen.
Ach ja, den Knoblauch habe ich vor ein paar Tagen geerntet und auch gleich ein paar Zehen verkocht: Spaghetti aglio e olio e peperoncini. Die frischen Knoblauchzehen schmecken einfach unvergleichlich.


Kräuter:
Die ersten Liter Melisse-Sirup stehen im Keller, demnächst mache ich nach demselben Rezept noch Minze-Sirup.
Für den Wintervorrat zum Kochen und für Tee trockne ich laufend richtige Berge von Kräutern. Unglaublich, welche Mengen davon wir in der kalten Jahreszeit verbrauchen.
Für Tee ernte ich auch laufend die Blüten der Speisechrysantheme. Ich liebe diesen Tee einfach!
Johanniskraut wurde in Olivenöl gelegt und steht jetzt für sechs Wochen in der Sonne.

Obst/Beeren:
Die Marillen beginnen sich zu färben! Bin ich neugierig, unser junger Baum trägt heuer zum ersten Mal!
Der Quittenbaum wirft viele Früchte ab, es ist einfach zu trocken in diesem Jahr, da nützen auch die paar Regengüsse der letzten Wochen nicht viel.
Seit Tagen schon stopfen wir Taybeeren, Jostabeeren und Stachelbeeren gierig in den Mund, wenn wir durch den Garten streifen. Ich denke, da werde ich mir keine Gedanken um die Verarbeitung machen müssen.
Die weißen Ribisl (Johannisbeeren) sind reif. Daraus werden wir in den nächsten Tag Fruchtwein machen wie vor einigen Jahren. Der ist köstlich geworden!
Die roten und schwarzen Ribisl könnte ich entsaften, mal schauen. Die brauchen noch ein paar Tage Sonne.
Die Brombeerernte wird in diesem Jahr gut ausfallen (was mache ich bloß daraus?) und die Japanische Weinbeere, frisch gepflanzt im Frühling, trägt auch ein paar Früchte.
Die Weinstöcke sind sich nicht einig über das Jahr: Einer trägt, der andere nicht. Seltsam.
Die Zwetschkenbäume haben alle Früchte abgeworfen, wieder nichts mit Zwetschkenschnaps. Dafür vielleicht mit Vogelbeerschnaps, die Vogelbeeren beginnen sich gerade zart umzufärben und es sind gar nicht so wenige an den beiden Bäumen.

Sonstiges Blüh- und Grünzeugs:
Der Höhepunkt der Rosenblüte ist schon lange vorbei. Aber dennoch blühen einige Sorten üppig weiter.
Verwunderlich: Die Sonnenhüte und Fetthennen haben schon mit der Blüte begonnen. Etwas früh, so Ende Juni... Ich fürchte, im Herbst wird nicht mehr sehr viel blühen.
Die Hostablüte hat begonnen, aber manche Hostas haben schon gelbe, trockene Blattränder. Mit dem Gießen war ich nicht sonderlich fleißig und es hat einfach viel zu wenig geregnet.
Ansonsten blüht alles einfach so vor sich hin, um die Staudenbeete kümmere ich mich sehr wenig in letzter Zeit. Einiges sollte ich wohl zurückschneiden, damit es eine zweite Blüte gibt. Mal schauen, ob ich Zeit dafür finde.

Tierisches:
Eine Wühlmaus hält uns auf Trab und wühlt hartnäckig in allen Bereichen des Gartens.
Ansonsten fällt mir auf, dass die Weinbergschnecken sich rasant vermehrt haben. Aber das freut mich, die mag ich sehr gerne und beobachte und fotografiere sie immer nach einem Regenschauer.
Die Nacktschnecken hingegen, die nicht unbedingt zu meinen liebsten Tieren gehören, sind in diesem Jahr (noch?) nicht so zahlreich. Sie beanspruchen ihren Teil der Ernte, wie immer. Aber sie halten sich an die Regel, dass der Großteil des Gemüses uns gehört.
Sehr viele Bienen kann ich erfreulicherweise beobachten. Manchmal träume ich von einigen Bienenstöcken im und eigenen Honig aus dem Garten. Aber dafür ist er wohl leider zu klein.

Wetter:
Derzeit jeden Tag ein kleiner Regenschauer. Viel zu kühl, Nordwestwind. Dazwischen immer ein, zwei heiße, schwüle Tage. Der Regen, der andernorts zu Überflutungen führt, lässt hier zu wünschen übrig. Nicht, dass ich mir Starkregen wünschen würde. Aber es ist dermaßen trocken seit Jahresbeginn! Ohne Mulchen würde der Boden wohl schlecht ausschauen.

Befinden:
Müde. Erschöpft. Aber oft schlaflos.

Samstag, 28. Mai 2011

Blütenrausch

Ich bin derzeit etwas blogfaul. Aber ich möchte euch gerne zeigen, welch ein Blütenrausch in unserem Garten losgebrochen ist: Rosenblütenzeit! Es duftet allerorts - herrlich!

Links "Mme Isaac Pereire", rechts "Louise Odier" an zwei Säulen,
die dein Eingang zum Gartenhauptteil bilden


Mit nur ein paar Worten zeige ich einige Bilder aus dem Garten. Naja, es sind ein paar mehr geworden... Ich kann einfach keine Auswahl treffen. Da müsst ihr jetzt durch - oder auch nicht.

"Mme Isaac Pereire" strebt himmelwärts

Vorne "Prince Noir", dahinter "Ferdinand Pichard"

Sitzplatz im Kräutergarten, am Foto "Moje Hammarberg",
"Ferdinand Pichard", "Rotes Meer" und "Donau"


"Donau" macht es sich an der Wand gemütlich

"Prince Noir" im Roten Beet, überhaupt nicht "Noir"

Clematis liebe ich auch, aber ich habe beschlossen,
mir deren Namen nicht mehr merken zu müssen;-)


Weg zwischen Gemüsegarten (rechts) und Rosenbeeten (links) in den rückwärtigen Gartenteil

Blütengedränge in einem der Rosenbeete, am Foto: "Nuits de Young"

Leider nur kurze Blütezeit: Staudenmohn

Weg zwischen Rosenbeeten (rechts) und Kräuterhügel (links)
nach hinten in den schattigeren Bereich

Rosenpavillon - vorne "Harlekin", die dunkle Rose ist "Leopold Ritter"

Rosengewusel am Pavillondach

Eine der schönsten Clematis im Garten mit langer Blütezeit

Derzeit mein Lieblingsblick: Von der Badewanne aus Richtung Pappelsitzplatz

Links die "Rhapsody in Blue", rechts "Stanwell Perpetual", die schon am Verblühen ist,
hinter der Bank eine unbekannte weiße Wildrose


Zartes Blau und viel Grün

Nicht nur die Rosen duften, auch der rotlaubige Holler "Black Lace"
(ganz zu schweigen vom Duft des "normalen" Hollers, der den ganzen Garten durchzieht!)


Wirklich zeitaufwändig ist derzeit das Gießen. Es hat heute zum ersten Mal seit - hm, keine Ahnung wie lang - nennenswerten Regen gegeben. Der Boden hatte schon seit Wochen Trockenheitsrisse. Heute dann erst mal Hagel, glücklicherweise nur eine halbe Minute. Da kamen ein Zentimeter große Hagelkörner runter! Hätte das länger gedauert, wären Blütenpracht und Gemüseernte hinüber.
So aber hoffe ich, die Rosenblüte noch eine Weile genießen zu können.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Baum fällt - beinahe!

Vor gut 10 Tagen bekamen wir einen ordentlichen Schreck: Nachts gab es einige stürmische Windböen und bei der Gartenrunde am nächsten Tag entdeckten wir, dass eine unserer alten Kiefern im "Wald" deutlich an Schräglage gewonnen hatte.

Am Bild der Eingang zum "Wald", noch mit besagter Kiefer

Seit wir das Grundstück übernommen hatten, stand sie aufgrund des vormals viel zu dichten Bewuchses mit Bäumen sehr schräg und ein Efeu kletterte bereits an ihrem Stamm empor.

Über die Jahre starben immer mehr Äste ab, bis schließlich nur mehr der Stamm mit dem Efeu stand. Sie tat nicht einen Wackler, rührte sich auch bei den vielen hier recht heftigen Stürmen kein bisschen.

Eine echte Bereicherung für dies Ecke des Gartens, das wir über die Jahre hin immer mehr zum "Wald" gestalteten. (Bilder von dieser Entwicklung hier, hier, hier, hier, hier und hier.)

Nun, nach einer gar nicht so besonders stürmischen Nacht, war die Schräglage urplötzlich dramatisch geworden. So schnell kann's also gehen! Das hätte ich nicht gedacht. Ich hatte mir schon überlegt, den Baum in der nächsten Zeit einmal von oben her ein wenig abtragen zu lassen. Aber da er sich nicht einen Millimeter veränderte, erschien das nicht dringend.

Naja, nun war Dringlichkeit geboten und Gefahr im Verzug. Der Baum wäre beim nächsten kleinen Windstoß auf den Zaun und die dahinter vorbei führende Straße samt Gehsteig gestürzt. Da für die Nacht ein Temperatursturz um über 10 Grad angekündigt war und das bei uns immer mit stürmischen Böen einhergeht, musste die Feuerwehr anrücken.

Von der Kanzel der großen Drehleiter aus wurde der Baum von oben her Stück für Stück abgetragen, bis nur mehr ein paar efeuberankte Meter Stamm übrig waren, die hoffentlich keine Gefahr mehr darstellen.

Trotz aller Vorsicht beim Arbeiten stürzten viele große Teilstücke in den Garten, auf die darunterliegenden Rankbögen und Pflanzen.

Abgebrochene Äste an Rosen, Ahorn und vielen anderen Sträuchern und zerknautschte Stauden, eingedrückte Rankbögen und jede Menge Kleinholz - das Aufräumen dauerte den ganzen Tag.

Aber ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich trotzdem heilfroh bin über den geringen Schaden!
Trotzdem ist es traurig, von so einem großen Baum Abschied nehmen zu müssen.